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Der Hochobir in Südkärnten ist der höchste Gipfel der östlichen Karawanken. Dadurch bietet er uns einen unglaublichen Rundumblick über die Koralpe, das Unterkärntner Seengebiet, das Klagenfurter Becken samt Wörthersee bis zu den Hohen Tauern, wenn wir Glück haben sogar bis zum Großglockner. Nur im Süden verstellen uns die Karawanken ein bisschen den Blick, aber soviel Aussicht wär ja eh kaum zum Aushalten. Wegen der grandiosen Panoramen empfiehlt sich diese Tour besonders an klaren Tagen mit guter Fernsicht, hat aber auch bei ein bisschen eingeschränkteren Sichtbedingungen durchaus ihren Reiz.
Streckenverlauf: Diese Tour ist der einzige Anstieg auf der Nordseite des Hochobirs, der uns in rund 5 knackigen Stunden auf den Gipfel bringt. Diese Variante ist nicht nur landschaftlich top, sie bietet mit dem Wildensteiner Wasserfall noch eine außergewöhnliche Naturschönheit und ist außerdem noch eine der einsamsten und ruhigsten Routen auf den Hochobir. Da die Tour doch recht lang ist und auch ordentlich reingeht, empfiehlt sich die Anreise am Vortag. Rund um den nahen Klopeiner See gibt es jede Menge nette Übernachtungsmöglichkeiten.
Vom Gasthaus "Wildensteiner Wasserfall" erreicht man in etwa einer Viertelstunde über einen verwurzelten Weg den Wasserfall, von dem einige Menschen behaupten, er wäre der höchste frei fallende Wasserfall Europas. Na, ob die 54 Meter dafür reichen? Beeindruckend ist er aber auf alle Fälle. Der mystische Charakter dieses Platzes kommt vor allem im Herbst schön zur Geltung.
Am Wasserfall geht’s rechts vorbei, wo der Steig dann gleich einmal richtig anzieht und unsere Wadln einen Vorgeschmack auf die spätere Strecke kriegen. Wir folgen dem Waldweg und später der Forststraße, bis uns die Schilder wieder zurück in den Wald lotsen. Es folgt ein recht langer Aufstieg durch den schönen Mischwald bis zur Hoffmann-Alpe auf 1.260 Meter. Am Weg erinnern einige stillgelegte Bergwerksstollen an die bleierze-schürfende Vergangenheit der Südkärntner.
Bei der Weggabelung auf der Hoffmann-Alpe nehmen wir die Abzweigung nach links zum Hochobir. Durch einen ein bisschen ungemütlichen Graben gelangen wir auf eine wunderschöne, große Wiese. Im angrenzenden hellen Buchenwald warten einige Serpentinen auf uns, die uns auf einen kleinen Sattel führen. Von hier aus ist es nicht mehr weit auf die Seealpe, auch Napoleon-Wiese genannt (1.700 m). Die Seealpe diente früher als Bergbauhalde, weshalb hier auch heute noch ein Haufen Geröll herumliegt, den sich die Natur und der Berg jetzt Schritt für Schritt wieder zurückholen.
Wir empfehlen nun einen kurzen Abstecher zur Eisenkappler Hütte, damit niemandem am Weg zum Gipfel das Schmalz ausgeht. Gut, wenn’s nicht zu kalt ist zum Draußensitzen, dann hat man nämlich bei der Rast auf der Eisenkappler Hütte eine wirklich schöne Aussicht. Zur Eisenkappler Hütte führt übrigens eine asphaltierte Mautstraße von Eisenkappel hinauf. Für die Gemütlicheren unter uns oder eben für den Sonntags-Ausflug mit der Oma. Weshalb dann auch das letzte Teilstück unserer Tour an schönen Tagen fast ein bisschen überlaufen sein kann.
Dieses letzte Teilstück packen wir jetzt gestärkt an: Wir nehmen den Weg zurück zur Seealpe (Nr. 623) und folgen ihm über latschendurchsetztes Almgelände an der kalten Quelle vorbei bis zum ehemaligen Rainer-Schutzhaus, besser: zu dem, was von ihm übrig ist. Ein paar mickrige Mauerreste erinnern noch daran, dass auch dieser Hütte der 2. Weltkrieg nicht gut getan hat.
Von hier aus sind es nur noch 15 Minuten bis zum Gipfel. Wenn’s schön und klar ist, ist der Ausblick einfach nur gigantisch. Da man sich im Herbst aber nicht unbedingt immer drauf verlassen kann, dass die Sonne strahlend vom Himmel lacht: Der Hochobir zahlt sich auch bei ein bisschen hatschertem Wetter aus. Nebelschwaden verleihen der Gipfellandschaft sofort etwas Mystisches, weniger Leute sind dann natürlich auch am Berg und die Wege sind hervorragend markiert, verirren kommt also auch in der dichtesten Suppe nicht in Frage.
Der Nordanstieg auf den Hochobir - Eine Tour für (fast) alle Launen des Herbsts.
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Anfangs scheint fast überall die Sonne. Nur im Tiroler Unterland sowie in Salzburg und Oberösterreich halten sich oft noch Restwolken der Nacht sowie lokale Regenschauer. Später muss schließlich im ganzen Land ..
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